Gebrauchshundesport (GHS) Stufe 1–3

Die GHS staffelt sich in drei unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, die man der Reihe nach erarbeiten und in Prüfungen unter Beweis stellen muss. Hierzu darf man erst nach Erreichen einer bestimmten Punktzahl in den einzelnen Sparten in der nächsten Schwierigkeitsstufe starten.

Jede Schwierigkeitsstufe unterteilt sich in drei Sparten:

  • Fährtenarbeit
  • Unterordnung (Gehorsam)
  • Schutzdienst (Gehorsam unter extremer Belastung)

Jede Sparte wird für sich bewertet. Erreicht man in einer Sparte nicht das Leistungsziel, gilt die Prüfung in dieser Schwierigkeitsstufe als nicht bestanden.

Fußarbeit

Fußarbeit

Unterordnung:
Basis hierzu sind die technischen Übungen zur Begleithundeprüfung, ergänzt je nach Schwierigkeitsstufe durch:

  • Apport eines Bringholzes auf ebener Erde (je nach Schwierigkeitsstufe Gewicht 650g, 1000g, 2000g)
  • Apport eines Bringholzes (650g) über eine 1m-Hürde
  • Apport eines Bringholzes (650g) über eine 1,80 m hohe Schrägwand
  • Voraussenden mit „Platz“
  • Stehübungen aus dem Laufschritt und aus dem Normalschritt
  • Platzübungen aus dem Laufschritt mit vorherigem Tempowechsel.
In der Wand

Apport über die Schrägwand

Schutzdienst (Gehorsam unter extremer Belastung)
Speziell im Schutzdienst gilt es, natürliche und brauchbare Leistungsanlagen von Erlerntem zu unterscheiden. Die wichtigsten Kriterien für die Beurteilung des Schutzdienstes sind:

  • Belastbarkeit
  • Selbstsicherheit
  • Nervenfestigkeit
  • ausgeglichene Triebveranlagung
  • natürliches Aggressionsverhalten
  • Führigkeit
Apport

Apport über die Hürde

Der Schutzdienst wird in drei Phasen unterteilt, bei welchen die unterschiedlichsten Wesens-
und Triebveranlagungen angesprochen werden:

  • Streife und Stellübungen (inkl. Bewachungsphasen)
  • Kampfhandlungen
  • Führigkeit (optimale Führer-Hund-Beziehung)

Prüfungen, in denen Hunde nicht mehr im Gehorsam stehen, werden mit dem Vermerk „Abbruch wegen Ungehorsam“ sofort beendet.
denn:
Ziel dieser Ausbildung ist ein kontrolliertes Verhalten auch unter extremer Belastung und eine Kanalisierung des natürlichen Aggressionsverhaltens des Hundes.

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